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(UN Declaration of Human Rights)

Niemand darf willkürlichen Eingriffen in sein Privatleben, seine Familie, seine Wohnung und seinen Schriftverkehr oder Beeinträchtigungen seiner Ehre und seines Rufes ausgesetzt werden. Jeder hat Anspruch auf rechtlichen Schutz gegen solche Eingriffe oder Beeinträchtigungen.
(UN Deklaration der Menschenrechte)

Version 18 vom 30. April 2012
Herkunft der bessarabischen Familien: Die Familie Böttcher

Inhalt

Einleitung

Es ist unklar, wie die einzelnen Böttchers in Bessarabien miteinander verwandt sind. Auf dieser Seite stelle ich die Ergebnisse meiner bisherigen Untersuchungen dar.

Die Seite gliedert sich dabei verschiedene Bereiche und gibt Sekundärquellen, geprüfte Angaben aus bessarabischen Quellen und Daten, die aus Quellen außerhalb Polens stammen, an. Am Schluß werden anhand dieser Angaben vermutete verwandschaftliche Beziehungen aufgezeigt.

Sekundärquellen

Die Zusammenstellung wurde eine eigene Seite für die Sekundärquellen zur Familie Böttcher in Polen verschoben worden.

Geprüfte Angaben aus bessarabischen Quellen

Mein Schwerpunkt liegt bei den nach Kulm und Leipzig eingewanderten Böttchers. Dies spiegelt sich naturgemäß in den von mir geprüften Angaben wieder, den nur für diese habe ich die Kirchenbücher bisher durchsucht. Das Ergebnis meiner Arbeit habe ich als Stammbaum der Familie Böttcher veröffentlicht.

Quellen außerhalb Bessarabiens

Die Funde, die ich in polnischen Kirchenbüchern gemacht habe, sind auf eine eigenen Seite verschoben worden, die sich mit dem Vorkommen der Familie Böttcher in Polen beschäftigt.

Orte

Die Zusammenstellung der Orte zu den Funden, die ich in polnischen Kirchenbüchern gemacht habe, sind auf eine eigenen Seite verschoben worden, die sich mit dem Vorkommen der Familie Böttcher in Polen beschäftigt.

Siedlungsgebiete

Herkunft deutscher Siedler in Mittelpolen

Herkunft deutscher Siedler
in Mittelpolen

Unter Berücksichtigung der von Albert Breyer in seinem Aufsatz „Deutsche Gaue in Mittelpolen“ [1] angegebenen Siedlungsgebiete lassen sich die zuvor genannten Orte wie folgt gruppieren. Die daraus erkennbaren Siedlungswellen lassen Rückschlüsse auf die (vermutete) Verwandschaft der einzelnen Böttcher-Familien zu.

Die Weichselniederung: Troszyn, Wiączemin, Wyszogród, Nowa Wies Śladów, Śladów.

Die erste Besiedelung der Weichselniederung beginnt in Słońsk im Jahre 1605, Alt-Bógpomóż entstand 1610. Nach 1650 ruhte die Siedlungstätigkeit der Weichseldeutschen und erst 1730 wurden weichselaufwärts weitere Siedlungen gegründet. Vor allem aus den alten Siedlungen Słońsk und Bógpomóż zogen viele Siedler in diese neugegründeten Niederungsdörfer. 1749 werden in der Antoniner Kämpe Siedler angesetzt, 1759 entsteht Deutsch-Troszyn und zeitgleich Deutsch-Wiączemin.

Zur Herkunft der Siedler in der Weichselniederung läßt sich sagen, daß die Einwanderer, die zwischen 1600 und 1650 kamen, zum größten Teil aus weichselabwärts gelegenen, bereits im 16. Jahrhundert gegründeten Dörfern um Thorn, Bromberg, Kulm, Schwetz, Graudenz, Neuenburg, Marienwerder, Dirschau und aus dem Danziger großen und kleinen Werden stammten. Einzelne Familien kamen den Kirchenbüchern der evangelischen Gemeinde Thorn zufolge auch aus Vor- und Hinterpommern, aus der Umgebung der Städte Schievelbein, Kolberg und Christenberg.

Die Bewohner der nach 1750 entstandenen Dörfer hingegen kamen zum allergrößten Teil aus den bestehenden Siedlungen nördlich der Städte Włocławek und Thorn und sind somit als Tochtersiedlungen zu betrachten. [1]

Die Kujawische Seenplatte: Rozopol, Augustopol, Zgórze.

Kennzeichnend für die deutschen Siedlungen in Kujawien ist die Verstreuung über eine weite Fläche. Die erste Siedlung Kamieniec mit den umliegenden Ortschaften Sinki und Koneck-Holland entstand 1753; diese Gegend wurde überwiegend von Niederungern, teilweise auch von Pommern bewohnt.

Um 1795 gab es auf der Kujawischen Seenplatte schon um die 110 kleine deutsche Dörfer, mit selten mehr als 10 Wirten. Der größte Teil der kujawischen Siedler stammt mittelbar, teilweise auch unmittelbar, aus Ostpommern, die zunächst nördlich der Netze siedelten. Nach 1600 überschritten sie die Netze, waren 1650 bereits in der Gegend von Labischin und nördlich von Mogilno und Strelno ansässig, ab 1750 dann im Gebiet der Kujawischen Seenplatte. [1]

Das Gostyner Land: Tuliska, Modrzew.

Um 1780 kamen die ersten deutsche Siedler in das Gostyner Land, und bis 1800 entstanden 12 deutsche Rodesiedlungen, vorwiegend um Gostynin. Zumeist stammten die Siedler aus dem Netzegau, aus der Umgebung von Margonin, Labischin, Schubin, Wirsitz. Manche Siedler kamen aber auch unmittelbar aus Pommern oder sogar Mecklenburg. Die Kolonisten der von Treskow'schen Dörfer stammen aus dem Warthebruch, aus der Gegend um Küstrin und Landsberg. [1]

Das Łódźer Gebiet: Słowik, Brużica, Radogosz, Gląbie, Plichtów, Długie, Zielona Góra, Łaznowska Wola.

Die älteste beurkundete deutsche Holländerei ist Ruda Bugaj Im Jahre 1782. In den Folgejahren kommt es zu zahlreichen Gründungen von Holländereien in der Łódźer Gegend, um das Land urbar zu machen, wie beispielsweise beurkundet 1791 durch V. Chobrzyński, Grund- und Erbherr von Groß Brużyca, "nebst denen dazugeörigen und schon seit hundert und einigen Zehn Jahren wüst liegenden Gründen als Pustkowiów, Wierzbny, Bugaja, Rudy und anderen mehr verwachsenen Grundstücken, wovon meine Vorväter nebst mir schon seit so lange vor erwähnter Zeit bis jetzt mit meiner Familie keine Vorteile bis zur gegenwärtigen Zeit genießen konnten. Dieser wegen wollen wir diese Wüstverwachsenen Grundstücke urbar machen lassen und in nutzbare Felder verwandeln".

Słowik existierte bereits um 1790. Die Holländerei Radogoszcz entstand 1795. Vor 1800, d.h. vor dem Beginn der preußischen Kolonisation gab es in der näheren Umgebung von Łódź 28 deutsche Dörfer. Südlich und östlich, bei Petrikau, Tomaszow, Bełchatow und Brzeziny 21.

Von 1800 bis 1805 gründete die Südpreußische Kriegs- und Domänenkammer weitere meist mit Schwaben bevölkerte Kolonien, wie beispielsweise im Domänenamt Łaznów: Grömbach, Grünberg, Neusulzfeld, Wilhelmswald oder im Domänenamt Pabjanice: Königsbach und Effingshausen. Aber auch durch einheimische Grundherren wurden weitere Siedlungen gegründet.

Um Lodz trafen Siedler aus fünf verschiedenen deutschen Gebieten aufeinander. Aus dem Norden kamen die Pommern, aus dem Westen die Schlesier, zu preußischer Zeit die Schwaben und Pfälzer und nach 1830 die Hessen. Die letzen drei Gruppen kamen unmittelbar aus Deutschland, während die Pommern und Schlesier Tochtersiedlungen gründeten; sie stammen zum überwiegenden Teil aus bereits zuvor in Mittelpolen gegründeten Holländereien. Die Pommern kamen zum größten Teil aus Kujawien, die Schlesier aus dem Kalischer Land; direkt aus Pommern, Neumark oder Schlesien wanderten nur vereinzelt Siedler ein. Ein beträchtlicher Teil der Pommern war im Posenschen und im Netzegau beheimatet.

Als Muttergemeinde im Łódźer Gebiet kann das Kirchspiel Groß-Bruzyca gelten, dessen Gründung im Oktober 1801 vom Südpreußischen Konsistorium in Warschau bestätigt wurde. [1]

Vermutete verwandschaftliche Beziehungen

Die vermuteten verwandtschaftlichen Beziehungen sind auf eine eigenen Seite verschoben worden, die sich mit der Familie Böttcher in Polen beschäftigt.

Fußnoten

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